Was wir bieten
Medizinische Versorgung für ältere Menschen - Interdisziplinär, individuell & ganzheitlich
Gut versorgt
Mit 90 vollstationären Betten in Einzel- und Doppelzimmern aufgeteilt auf zwei Stationen kümmern wir uns um die medizinischen Belange älterer Menschen. Hierbei wenden wir einen ganzheitlichen Ansatz an. Das bedeutet, dass wir Ihnen nicht nur eine akutmedizinische Behandlung auf der Höhe der Zeit anbieten, sondern ebenso Ihre Rehabilitation in den Fokus nehmen. Diese soll als sogenannte ‚geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung‘ möglichst früh im Verlauf einer Akuterkrankung beginnen, damit krankheitsbedingte Einschränkungen von Mobilität und Selbständigkeit gar nicht erst entstehen oder schnellstmöglich verbessert werden können. Ziel unserer Behandlungen ist es, ein Leben in größtmöglicher Selbständigkeit nach akuten Erkrankungen und bei chronischen Altersleiden zu erhalten oder wiederherzustellen. Aber auch wenn dies nicht mehr möglich ist, sind wir für Sie da. In der letzten Lebensphase gewährleisten wir eine optimale Linderung von Beschwerden und palliative Versorgung.
Häufige Fragen
Unsere Klinik ist eine Akutgeriatrie – das bedeutet, wir behandeln ältere Patienten, die plötzlich an ernsten Erkrankungen leiden, wie zum Beispiel Infektionen, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzschwäche und Stürze oder Knochenbrüche. Durch diese Erkrankungen verlieren Patienten oft an Kraft, Ausdauer und Sicherheit beim Gehen und erleiden dadurch Schwierigkeiten im Alltag. Oft ist die Selbständigkeit deutlich verschlechtert. Unser spezialisiertes Team behandelt nicht nur die akute Erkrankung selbst, sondern beginnt sofort damit, Patienten bei der Rückgewinnung ihrer Kraft und Mobilität zu unterstützen (Frührehabilitation). Unser Ziel ist es, dass Sie nach dem Aufenthalt wieder so selbstständig wie möglich leben können.
Wichtig: Wir sind ein Akutkrankenhaus und KEINE Reha-Klinik. Das bedeutet:
- Wir behandeln akute, plötzlich auftretende Erkrankungen intensiv
- Wir beginnen gleichzeitig sofort mit Frührehabilitation und Mobilisierung
- Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Akuterkrankung und den Genesungsfortschritten
Wenn danach weitere Rehabilitations-Trainingsmaßnahmen nötig sind (z.B. zum Wiedertraining von Kraft und Alltagsfähigkeiten), können Sie eine Reha-Klinik aufsuchen – dort erhalten Sie Hilfe bei längerfristigem Training und Alltagstraining.
Ein weiteres Ziel unserer Behandlung ist es, Sie im Selbstmanagement Ihrer Erkrankung zu unterstützen. Sie erlernen gemeinsam mit unseren Fachleuten z.B. die Versorgung ihres Diabetes oder ihres Stomas.
Die Dauer hängt von Ihrem Zustand ab und ist für jeden Patienten unterschiedlich. Da wir Sie wegen einer akuten Erkrankung behandeln, ist eine Genehmigung von Ihrer Krankenkasse nicht erforderlich.
Schon bei Ihrer Aufnahme planen wir, wie es nach Ihrem Aufenthalt bei uns weitergeht. Das ist wichtig, damit Sie die richtige Betreuung bekommen, die Sie dann brauchen. Bevor wir Sie entlassen, fragen wir Sie und informieren Sie über alle Pläne.
Sie kommen normalerweise zu uns durch eine Verlegung aus einem anderen Krankenhaus oder durch eine Überweisung von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin.
Wichtige Unterlagen:
- Krankenversichertenkarte
- Telefonnummern von Familie oder nahestehenden Personen
- Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht (falls vorhanden)
- Zuzahlungsbefreiung von Ihrer Krankenkasse (falls vorhanden)
Gegenstände für den Aufenthalt:
- Hilfsmittel wie Rollator, Zahnprothesen, Brille, Hörgeräte
- Geschlossene Haus- oder Turnschuhe (wichtig für Sicherheit)
- Bequeme Kleidung (z.B. Trainingsanzüge, Hausanzüge)
- Wechselwäsche (Unterwäsche, Schlafanzug, Strümpfe)
- Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Kamm, Rasierapparat)
Weitere Tipps (wenn möglich):
- Informieren Sie Familie, Freunde und Nachbarn über Ihren Aufenthalt.
- Sorgen Sie dafür, dass jemand sich um Ihren Briefkasten, Ihre Blumen und Ihre Haustiere kümmert.
Ein Stationsarzt untersucht Sie gründlich und stellt viele Fragen zu Ihrer Krankengeschichte. Zusätzlich führen wir spezialisierte Untersuchungen durch (sogenannte geriatrische Assessments), um Ihre gesundheitliche Situation genau zu verstehen. Sie erhalten eine erste Blutentnahme und ein EKG wird geschrieben.
Danach erstellt unser ärztliches Team zusammen mit Oberärzten oder dem Chefarzt einen individuellen Behandlungsplan speziell für Sie.
Ja, Sie können gerne Besuch bekommen. Besuchszeiten sind:
- Täglich von 14 bis 19 Uhr
Abweichungen sind nach Absprache mit dem Personal möglich.
Nein, das ist nicht möglich. Da wir Sie wegen einer akuten Erkrankung behandeln, müssen Sie bei uns bleiben. Eine Beurlaubung mit anschließender Weiterbehandlung ist bei Akutpatienten nicht möglich. Ihre ärztliche Betreuung erfordert Ihre Anwesenheit in der Klinik.
Ab 6.30 Uhr erhalten Sie die Anleitung/Unterstützung bei der morgendlichen Selbstversorgung, die Ihr aktueller Gesundheitszustand erfordert. Es werden ärztlich angeordnete Blutentnahmen durchgeführt, erste Therapieeinheiten finden statt, z.B. Wasch- und Anziehtraining. Ab 8 Uhr gibt es berufsgruppenübergreifende Übergaben und Besprechungen. Sie erhalten in dieser Zeit ein Frühstück. Der weitere Vormittag ist ausgefüllt mit therapeutischen Einzel- oder Gruppeneinheiten aus den Bereichen Physio-, Ergo-, Logotherapie und Psychologie, diagnostische Maßnahmen erfolgen auf der Station, z.B. Sonographie oder Langzeitblutdruckmessungen oder werden bei Kooperationspartnern erbracht, z.B. Röntgen oder MRT. Die ärztliche Visite beginnt regelhaft um 10 Uhr – sie wird zur Anpassung von Medikation und Therapien genutzt. Mitarbeitende aus dem Sozialdienst kommen zu Einzelgesprächen, um die nachstationäre Versorgung zu besprechen. Neuzugänge werden auf Station begrüßt und zu entlassende Patienten werden verabschiedet. Der Vormittag endet mit dem Mittagessen für Sie ab 12 Uhr. Bis 14 Uhr können Sie sich ausruhen.
Auch am Nachmittag können Sie bis 16 Uhr therapeutische Einzel- oder Gruppenleistungen erhalten, vor allem dann, wenn Sie am Vormittag außer Haus waren.
Da die Therapie- und Diagnostikdichte am Nachmittag abnimmt, ist es ab 14 Uhr für Angehörige möglich, zu Besuch ins Haus zu Ihnen zu kommen und Fragen mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Ab 18 Uhr erhalten Sie ein Abendessen und die Besuchszeit endet um 19 Uhr.
Ab 19.30 Uhr erhalten Sie die pflegerische Anleitung/Unterstützung zur Nacht, die Ihrem jeweiligen Gesundheitszustand entspricht. Und von 22 bis 6 Uhr ist für alle Patienten Nachtruhe.
Sicherheit:
- Nutzen Sie die Patientenrufanlage, wenn Sie Hilfe brauchen – so vermeiden wir Stürze und andere Unfälle.
- Teilen Sie mit, wenn Sie die Station verlassen, und sagen Sie Bescheid, wenn Sie zurückkommen.
Medikamente:
- Nehmen Sie bitte NUR die Medikamente ein, die die Klinik Ihnen gibt
- Bringen Sie Ihre eigenen Medikamente nicht ohne Erlaubnis mit – besprechen Sie das mit einem Arzt oder einer Schwester
- Wenn Sie Fragen zu Ihren Medikamenten haben, fragen Sie das Personal
Wertgegenstände:
Bitte lassen Sie Schmuck und Bargeld zu Hause. Die Klinik übernimmt keine Haftung für Wertsachen.
Bei Ihrer Aufnahme fragen wir Sie nach Ihren Essgewohnheiten, z.B.:
- vegetarische Ernährung,
- Verzicht auf Schweinefleisch,
- andere Wünsche oder Unverträglichkeiten,
und bestellen die Mahlzeiten dem Menüplan entsprechend gemeinsam mit Ihnen.
Bei speziellen Erkrankungen erfolgt die Kostanpassung in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und der Logopädie.
Sie können essen:
- allein in Ihrem Zimmer, oder
- mit anderen Patienten an Gruppentischen
Sie können sich von Ihren Angehörigen auch Speisen mitbringen lassen, wenn diese zeitnah verzehrt werden. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist leider nicht möglich.
Wir bieten Ihnen Doppelzimmer, die mit
- einer Sitzecke,
- einem Fernseher,
- einem kostenlosen Telefon für Ortsgespräche,
- einem Kleiderschrank und
- einem rollstuhlgerechten Badezimmer ausgestattet sind.
Wenn es unsere Kapazitäten erlauben, kann ein Doppelzimmer auch zu einem Einzelzimmer umfunktioniert werden.
Tagsüber in der Reha, abends zu Hause
In unserer rehabilitativ ausgerichteten Tagesklinik mit 15 Behandlungsplätzen werden Patientinnen und Patienten behandelt, bei denen infolge einer akuten oder chronischen Erkrankung eine Erschwerung der selbständigen Lebensführung eintreten ist. Die Mittel eines Krankenhauses stehen zur Verfügung, aber eine vollstationäre Behandlung ist nicht mehr notwendig, so dass die Versorgung nachts und am Wochenende zu Hause möglich ist. Die Zuweisung erfolgt über das vorbehandelnde Krankenhaus oder den ambulant behandelnden Arzt.
Unsere Leistungen
Die von uns behandelten akuten Krankheitsbilder umfassen unter anderem:
- Akute Verschlechterungen chronischer Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck
- Nachbehandlung nach Herzinfarkt, Lungenembolie u.ä.
- Akute Verschlechterungen chronischer Lungenerkrankungen wie COPD
- Stoffwechselentgleisungen z.B. bei Diabetes mellitus
- Diagnostik und Therapie bei Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung und Harnwegsinfekten
- Abklärung von Blutarmut und Therapieeinleitung
- Verschlechterungen der Nierenfunktion unterschiedlicher Ursachen
- Störungen des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes
- Nachbehandlung nach externer Akutversorgung von Schlaganfällen und Hirnblutungen
- Durchblutungsstörungen der Extremitäten
- Alterstraumatologie nach unfallbedingten Verletzungen mit und ohne operative Versorgung im Vorkrankenhaus (z.B. Schenkelhalsfrakturen, Wirbelfrakturen)
- Postoperative Betreuung von Patientinnen und Patienten nach elektivem Gelenkersatz (v.a. Hüft- oder Knieprothese)
- Weiterbehandlung nach Bauchoperationen einschließlich Kostaufbau und Wundheilung
Zusätzlich widmen wir uns typischen Erkrankungen und Störungen des Alters:
- Behandlung des ‚Frailty‘-Syndroms, der sogenannten Gebrechlichkeit
- Erkennen und Behandeln des individuellen Sturzrisikos
- Mangel- und Fehlernährung
- Abklärung von neurokognitiven Störungen wie Gedächtnisproblemen
- Einschätzung und Hilfestellung bei emotionalen Krisen einschließlich Depression
- Therapieoptimierung und Rehabilitationsleistungen bei degenerativen Nervenkrankheiten wie dem Parkinson-Syndrom (in Kooperation mit den Nervenärzten)
- Individuelle Anpassung der Arzneimitteltherapie bei Vielfach-Medikation
- Optimale Behandlung von Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus sowie Abklärung von Folgeerkrankungen
- Chronische Herz- und Nierenschwäche mit Symptomen wie Ödemen und Luftnot
- Chronische Venenschwäche ("chronisch venöse Insuffizienz") einschließlich der Begleit- und Folgeerkrankungen wie chronische Wunden
- Knochenerkrankungen wie Osteoporose und schwerem Vitamin-D-Mangel
Unser Therapieangebot
Zu Ihrer individuellen Behandlung stehen in unserem Haus folgende Therapiebereiche zur Verfügung, die je nach Krankheitsbild zum Einsatz kommen:
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Physikalische Therapie und Aromatherapie
- Logopädie
- Neuropsychologie/Psychologie
Die jeweiligen Therapierichtungen arbeiten aufeinander abgestimmt, um Ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit bestmöglich wiederherzustellen und zu bewahren.
Unsere Therapeutinnen und Therapeuten sind umfassend unter besonderer Berücksichtigung geriatrischer Syndrome und Störungen ausgebildet. Sie nehmen regelmäßig an allgemeinen und spezifischen Fort- und Weiterbildungen teil.
Ihre Ansprechpartner
Dr. med. Marwan Mannaa
Chefarzt | Ärztlicher Direktor
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie, Notfall- und Intensivmedizin
Birgit Greiner
Kaufmännische Leiterin