Logo Vitanas

Eppendorfer – Zeitung für Psychiatrie

Ein Projekt von:

Der Eppendorfer will seit 1986 Abbild möglichst vieler Aspekte psychiatrischen Seins sein. Berichte werden sowohl aus den Bereichen Psychiatrie und Gerontopsychiatrie als auch aus der Suchthilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie veröffentlicht. Betroffene und Angehörige kommen ebenfalls zu Wort. Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise ergänzen das Spektrum der vielseitigen und aktuellen Informationen. Der Eppendorfer gilt dabei in Norddeutschland als anerkanntes und gern gelesenes Blatt. Unter den Lesern sind sowohl Ärzte, Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Psychologen, Mitarbeiter in Kliniken und Behörden als auch Angehörige, Politiker, Journalisten sowie Betroffene zu finden.

Die Herstellung der Zeitschrift ist direkt in die Integrationsarbeit des Brunsbüttler Vitanas Sozialpsychiatrischen Centrums Koog-Haus eingebettet. Die Bewohner des Sozialpsychiatrischen Centrums der Vitanas Gruppe werden für Tätigkeiten wie Erfassung, Anzeigengestaltung und insbesondere den Vertrieb herangezogen.

 

Eppendorfer – Zeitung für Psychiatrie & Soziales

Weitere Infos finden Sie hier: www.eppendorfer.de.


Die beiden Herausgeber Andreas Mezler Roller (Vitanas) und Michael Dieckmann (AMEOS Gruppe) sehen die Weiterentwicklung einer humanen Psychiatrie und die Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen - und dabei insbesondere schwerer und chronisch Erkrankter - als Kern ihrer Kooperation.

Geschichte des Eppendorfers

Gegründet wurde der Eppendorfer 1986. Ziel der Publikation war es, die unterschiedlichen Strömungen und Ideen während der Psychiatrie-Reformphase zu erfassen und psychisch Erkrankten, ihren Angehörigen und den psychiatrisch Tätigen als Informationsplattform zu dienen. Der für eine Psychiatrie-Fachzeitung eher ungewöhnliche Name erklärt sich so: Es sollte eine Psychiatrie-Zeitung entstehen, die jedoch nicht gleich auf den ersten Blick an Psychiatrie erinnern sollte. Somit erhielt die Zeitung den Namen Eppendorfer, benannt nach einem Arztkittel.

Die Ausgaben der 80er Jahre werfen ein deutliches Licht auf kontroverse Diskussionen um den "richtigen Weg". Inzwischen haben sich die früheren Reformer etabliert, doch Unterschiede in der Auffassung über die weitere Entwicklung von Psychiatrie in Deutschland bleiben. Und der Eppendorfer bietet dabei auch weiterhin ein Forum. Im Mittelpunkt sollen dabei das Wohl und das Interesse der Betroffenen selbst stehen. Deshalb hebt sich die Zeitung auch sprachlich bewusst von psychiatrischen Ärztezeitungen ab. Psychiatrie soll verstanden werden.

Auch im Aussehen hat sich über die Jahre viel geändert - im Layout, in der Seitenzahl, in der redaktionellen Betreuung. 1995 stellte das Koog-Haus den Eppendorfer sogar mal ganz ein. Folge: Eine Welle des Protestes von Lesern, die ihren Eppendorfer behalten wollte, weshalb die Produktion noch im gleichen Jahre wieder aufgenommen wurde. Allerdings wurde die Fachzeitschrift damals in eine einfacher zu produzierende Zeitung verwandelt. Und wegen des hohen Aufwands einer monatlichen Zeitungsproduktion liegt die redaktionelle Verantwortung seit 2002 in Hamburg, wo das Blatt in Gänze von einer Redakteurin gestaltet, organisiert und druckfertig produziert wird. Daneben wird auf ein Team freier Mitarbeiter zurückgegriffen, wobei es sich mittlerweile fast ausschließlich um gelernte Journalisten handelt.

Seit August 2001 gibt es einen weiteren Mitherausgeber von der AMEOS Gruppe. Ziel der Kooperation ist es, die Zeitung qualitativ zu verbessern, indem mehr Möglichkeiten für intensivere und zeitaufwendigere Recherche geschaffen werden sollen. In der Annäherung, die schließlich zur engen Zusammenarbeit geführt hat, zeigt sich auch, dass alte Grenzziehungen und Denkmuster für die heutige vernetzte Psychiatrielandschaft keine Geltung mehr haben. Beide Herausgeber sehen die Weiterentwicklung einer humanen Psychiatrie, die Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen und dabei insbesondere schwerer und chronisch Erkrankter als Kern ihrer Tätigkeit. Trotz aller Veränderungen: Geblieben ist immer das Engagement, die Vision hinter dem Produkt, das zu einer lebendigen Psychiatriekultur beitragen soll, in der sich unterschiedliche Ansätze - durchaus auch kontrovers diskutiert - gegenseitig befruchten. Der Eppendorfer vertritt nicht eine Wahrheit, sondern will Abbild möglichst vieler Aspekte psychiatrischen Seins sein.

Ziel ist es, zu einer besseren Behandlung und vor allem Integration psychisch Kranker beizutragen. Der Eppendorfer gilt vor allem in Norddeutschland als anerkanntes und gern gelesenes Blatt. Unter den Lesern sind sowohl Ärzte, Pflegekräfte, Sozialpädagogen und Psychologen als auch Angehörige, Behördenmitarbeiter, Politiker, Journalisten sowie Psychiatrie-Interessierte zu finden. Die pharmaunabhängige Finanzbasis macht die Projektarbeit nicht immer einfach, bietet aber die Möglichkeit eines wohl deutschlandweit in dieser Art einzigartigen und vergleichsweise unabhängigen Zeitungsprojekts. Dieses ist in der Herstellung auch direkt in die Integrationsarbeit des Koog-Hauses eingebettet. Die Bewohner des Vitanas Sozialpsychiatrischen Centrums Koog-Haus sind an typischen Verlagstätigkeiten wie Erfassung, Anzeigengestaltung und insbesondere am Vertrieb beteiligt.