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Heinrich Albertz

Heinrich Albertz
Am 22. Januar 1915 in Breslau geboren.
Nach dem Theologiestudium in Breslau, Halle und Berlin war er ab 1939 als Vikar in Breslau und in Kreutzburg/ Oberschlesien tätig. In den 40-er Jahren mehrfach von den Nazis verhaftet und eingesperrt.

Von 1945 bis 1949 Evangelischer Flüchtlingspastor in Celle.

1946 trat er in die SPD ein.

1947 als erster Flüchtlingsabgeordneter in den Niedersächsischen Landtag gewählt und ab Juni 1948 Flüchtlingsminister.

1949 bis 1965 Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt.

1955 folgte Albertz einem Ruf Willy Brandts nach Berlin, wurde zunächst Senatsdirektor beim Berliner Senator für Volksbildung und 1959 Chef der Berliner Senatskanzlei.

1961 Berliner Innensenator.

1963 Bürgermeister und Stellvertreter Brandts.

1966 Regierender Bürgermeisters von Berlin.

26.9.1967 Rücktritt als Regierender Bürgermeister von Berlin.

Offiziell übernahm er die Verantwortung für die Polizeieinsätze gegen die Studentenproteste während des Schah-Besuches im Juni 1967, bei denen der Student Benno Ohnesorg ums Leben kam.

Albertz zog sich in den Folgejahren gänzlich aus der Politik zurück, war "nur" noch Gemeindepfarrer. Das Foto des kantigen Pfarrers ging noch einmal 1975 durch die Weltpresse, als er in Folge der Entführung des Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz als Gewährsmann ein Flugzeug bestieg, das ihn mit den damals freigepressten Terroristen in den Südjemen ausflog.

Ende der 70-er und zu Beginn der 80-er Jahre engagierte sich Heinrich Albertz in der Friedensbewegung und verschiedenen Menschrechtsorganisationen.

Am 18. Mai 1993 starb Heinrich Albertz im Alter von 78 Jahren in Bremen.